Inbetriebsetzungserklärung nach VDE 4110

Inbetriebsetzungserklärung nach VDE 4110

In der Richtlinie VDE-AR-N 4110 wird der Nachweisprozess teilweise neu geregelt. Unter anderem wird dort die Inbetriebsetzungserklärung beschrieben (teilweise auch als Inbetriebnahmeerklärung bezeichnet). Diese dient dazu, im Rahmen der Inbetriebnahme den tatsächlich gebauten Stand aufzunehmen und durch den Anlagenbetreiber zu bestätigen. Dazu wird in der Richtlinie das Formular E.11 als Vorlage bereitgestellt.

Die Inbetriebsetzungserklärung wird an den Anlagenzertifizierer übergeben. Dieser überprüft dann die Übereinstimmung mit dem Anlagenzertifikat und den Anforderungen, um abschließend die Konformitätserklärung auszustellen.

Die Richtlinie verlangt, dass der Ersteller der Inbetriebsetzungserklärung unabhängig vom Ersteller der Konformitätserklärung sein muss. Das heisst, die Zertifizierungsstelle (die Anlagenzertifikat und Konformitätserklärung erstellt) darf nicht auch die Inbetriebsetzungserklärung erstellen. Die Inbetriebsetzungserklärung ist vom Anlagenbetreiber selbst, oder einer von Ihm beauftragten qualifizierten Stelle (Gutachter, Hersteller, Betriebsführer,…) zu erstellen. Am besten Anlagenbetreiber klären das vor der Inbetriebnahme mit Ihren Lieferanten.

Durch dieses Vorgehen können sich Anlagenbetreiber eine Vor-Ort-Begutachtung einsparen, die sonst im Rahmen der Konformitätserklärung von der Zertifizierungsstelle durchgeführt wird.

2019-06-04T11:03:24+02:0024.05.2019|