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Anlagenzertifikat2018-12-02T17:42:11+00:00

Das Anlagenzertifikat: Ihr Schlüssel zum Netzanschluss

Das Anlagenzertifikat, auch EZA-Zertifikat oder Netzanschlusszertifikat genannt, bestätigt Ihrer geplanten Erzeugungsanlage die Erfüllung der gültigen Netzanschlussreglen (nach FGW TR8, BDEW, VDE). In der EU-Verordnung 2016/631 wird dafür der Begriff „Nachweisdokument für Stromerzeugungsanlagen“ verwendet.

Es ist vor Inbetriebnahme/Zuschaltung beim Netzbetreiber einzureichen und ist Pflicht bei Hochspannungsanschlüssen und Mittelspannungsanschlüssen ab einer Anschlussleistung von 1 MVA und einer Länge der Leitung zum Netzanschlusspunkt (NAP) von über 2 km,  gemäß Definition aus der BDEW-Mittelspannungsrichtlinie.

Nach der neuen Richtlinie VDE-AR-N 4110, welche ab dem 27.4.2019 (Genehmigung) anzuwenden ist, wird das Standard-Anlagenzertifikat A ab einer Anschlussleistung (maximale Wirkleistung) von 950 kW gefordert. Für Anschlussleistungen zwischen 135 kW und 950 kW ist dann das vereinfachte Anlagenzertifikat B einzureichen.

Als akkreditierte Zertifizierungsstelle bietet NETZ-ING Anlagenzertifikate nach FGW TR8 für Erzeugungsanlagen an, wie z.B. Erneuerbaren Energien, Windenergie, Solarenergie Photovoltaik (PV), Biogas, Biomasse, BHKW, VKM, Speicher.

Am besten Sie beantragen das Anlagenzertifikat bereits einige Monate vor der geplanten Inbetriebnahme bei NETZ-ING. In dringenderen Fällen sprechen Sie uns gerne an und wir finden eine passende Lösung.

Für ein Angebot zur Anlagenzertifizierung senden Sie uns einfach den aktuell bei Ihnen vorhandenen Planungsstand (z.B. Datenblatt BDEW-F1, Schaltplan, Anzahl und Typ der Erzeugungseinheiten) und Sie erhalten umgehend ein Angebot.

Laut BDEW-Mittelspannungsrichtlinie sind die elektrischen Eigenschaften der gesamten Erzeugungsanlage am Netzanschlusspunkt durch ein Anlagenzertifikat nachzuweisen. Dabei sind alle am Netzanschlusspunkt angeschlossenen Einspeiser zu berücksichtigen (also auch Bestandsanlagen). Der Netzanschlusspunkt (NAP) ist gemäß BDEW der Netzpunkt, an dem die Anschlussanlage an das Netz des Netzbetreibers angeschlossen wird und entspricht in der Regel dem Netzverknüpfungspunkt.

Es wird geprüft, ob das Verhalten der Summe aller Einzelanlagen am konkreten NAP die Anforderungen erfüllt. Dazu werden die Messergebnisse und das Simulationsmodell aus der Einheitenzertifizierung herangezogen, sowie die vom zuständigen Netzbetreiber übermittelten technischen Daten des Netzanschlusspunktes, charakterisiert durch die Nennspannung, Netzkurzschlussleistung, Netzimpedanzwinkel, Sternpunktbehandlung und weitere Angaben. Auch alle sonstigen Komponenten der Erzeugungsanlage, wie Kabel, Transformatoren oder Kompensationsanlagen werden in die Berechnung einbezogen. Lastfluss und dynamisches Verhalten wird mit Hilfe der etablierten Software-Programme DigSilent PowerFactory oder Matlab-Simulink berechnet.

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